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Der FC Sydney hat es wieder getan. Im Play-off des Empire Cups sorgten die Australier für Schlagzeilen, die selbst die Druckerschwärze zum Schwitzen brachten. Gegen Longford Town wurde nicht einfach Fußball gespielt – es wurde unterhalten, gelitten, gelacht und am Ende gejubelt.
Das Hinspiel gewann Sydney souverän und mit dem Selbstbewusstsein einer Mannschaft, die weiß, dass sie im Empire Cup niemand mehr so richtig unterschätzt. Im Rückspiel auswärts allerdings wurde es… sagen wir: lehrreich. Ein wildes 2:6, bei dem die Defensive kurzzeitig den Eindruck machte, sie sei noch im australischen Jetlag gefangen. Longford stürmte, Sydney wackelte – aber fiel nicht.
Denn über beide Spiele hinweg reichte es. Und wie! Trotz der torreichen Auswärtsniederlage zog der FC Sydney ins Achtelfinale ein. Die Fans atmeten auf, der Trainer lächelte gequält, und der Zeugwart beantragte vorsorglich eine Großbestellung an Eisbeuteln.
Jetzt wartet allerdings kein Geringerer als Liverpool FC. Anfield, Legenden, Hymne, Gänsehaut – kurzum: ein Gegner, bei dem selbst der Spielplan ehrfürchtig raschelt. Doch Sydney wäre nicht Sydney, wenn man sich davon einschüchtern ließe. Intern heißt es bereits: „Warum nicht?“ – ein Satz, der schon viele Fußballwunder eingeläutet hat.
Der Empire Cup bekommt also, was er liebt: einen großen Namen, einen frechen Außenseiter und die leise Hoffnung auf die nächste Schlagzeile. Liverpool gegen Sydney – das klingt nicht nur gut, das riecht verdächtig nach Fußballromantik.
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